Wir laden herzlich ein zu einem Vortrag & Gespräch |
am Dienstag, den 16. Oktober um 18.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Rheinbischofsheim mit Dr. Kurt Maier (Washington) zu dem Thema
„Meine Drei Stationen: Kippenheim – Gurs – USA"Dr. Kurt Maier, am 22.10.1940 nach Gurs deportiert, berichtet über seine Erlebnisse und Erfahrungen im Deutschland Hitlers, bei der Deportation, im Internierungslager und sein Leben nach dem "Dritten Reich"
Dr. Kurt Salomon Maier Kurt Salomon Maier wurde am 4. Mai 1930 in Kippenheim geboren als zweiter Sohn des Kaufmanns Siegfried Maier und dessen Frau Charlotte Maier, geb. Auerbacher. Bis 1938 besuchte er die Volksschule in Kippenheim und anschliessend die jüdische Schule in Freiburg im Breisgau. Im Oktober 1940 erfolgte die Zwangsdeportierung nach Camp de Gurs in den französischen Pyrenäen. Ein halbes Jahr später wurde die Auswanderung nach New York über Marseille und Casablanca ermöglicht. Von 1952 bis 1954 absolvierte er seinen Militärdienst bei der 2. Panzerdivision der amerikanischen Armee in Baumholder im Hunsrück. Von 1957 bis 1961 studierte er deutsche Literatur und Geschichte in New York. 1963 bis 1964 studierte Kurt Maier an der Freien Universität in Berlin, wo er zugleich wochentags in der KaDeWe - Bücherabteilung und am Wochenende als Kellner im Gasthaus "Zum guten Tropfen" arbeitete. 1967 heiratete er Marger Teal. Von 1965 bis 1969 promovierte Kurt Maier. Im Anschluss daran unterrichtete Kurt Maier Deutsch an verschiedenen Colleges. Von 1975 bis 1978 arbeitete er als Bibliothekar am Leo Baeck Institut in New York, dem unfangreichsten Archiv deutsch-jüdischer Manuskripte. Seit 1978 ist Kurt Maier Bibliothekar in der Abteilung für deutsche Geschichte und Literatur der Library of Congress in Washington. Er publizierte verschiedene Schriften über deutsche Literatur. Dr. Kurt Maier besucht regelmässig Deutschland und stellt sich immer wieder für Vorträge und Gespräche mit Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung. Das Mahnmalprojekt ist ein ökumenisches Jugendprojekt der Erzdiözese Freiburg und der evangelischen Landeskirche Baden. Die Mitarbeiter bemühen sich, durch Kontakt mit Zeitzeugen die Möglichkeit zu erhalten, dass besonders Jugendliche einen authentischen Zugang zur Zeit des "Dritten Reiches" bekommen.
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