mit der Bezirkskantorei Kehl unter der musikalischen Leistung von Bezirkskantorin Carola Maute und Dekan Ihle
| Rheinau-Rhenbischofsheim (enh) Eine besondere Würdigung erhielt der Sonntag Kantate in der evangelischen Kirche in Rheinbischofsheim. Die Bezirkskantorei Kehl unter der musikalischen Leistung von Bezirkskantorin Carola Maute führte im Gottesdienst das „Stabat Mater“ des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839 – 1901) auf. Der Dirigent hatte die Komposition in Erfüllung eines Gelübdes komponiert. Das „Stabat Mater“ geht auf ein mittelalterliches Gedicht zurück, in welchem die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besungen wird. Mit der Aufführung will man die Passionswoche aus der Sicht Maria’s schildern. Das Gedicht wurde von vielen Komponisten vertont. Dabei wurde nicht immer der vollständige Text verwendet. Persönliche Prägungen der Komponisten und verschiedene Anlässe führten zu Akzentuierungen zu den Themen Leid und Klage. Komponist Rheinberger hat das Thema Hoffnung und Erlösung in den Mittelpunkt seiner Komposition gesetzt. Bezirkskantorin Maute hatte den Chor und das Musikensemble bestens vorbereitet und so erlebte die Kirchengemeinde eine ansprechende und ergreifende Aufführung der Komposition. Der Chor freute sich, sich in der wohlklingenden Akkustik des großen Kirchenraumes präsentieren zu dürfen. Dass die Aufführung von „Stabat Mater“ gelungen war, bewies der wohlverdiente Applaus der Gottesdienstbesucher zum Schluss des Gottesdienstes. Die Schwierigkeiten der Komposition wurden bravourös gemeistert und das ganze Ensemble erwies sich als eine harmonische Einheit. Dekan Günter Ihle hielt die Liturgie. In seiner Predigt wies er darauf hin, dass sich in den Versen des Ursprungsgedichtes das Reich Gottes offenbart. Die um das Kreuz Jesu versammelten Menschen und die Menschen in der Gegenwart müssen miterleben, wie Vertraute sterben und man dem Schicksal nicht entgehen kann. Diese Hoffnungslosigkeit findet Erlösung, indem neue Beziehungen geschaffen werden. Inmitten der Atmosphäre von Betroffenheit und Hilflosigkeit geht etwas Besonderes hervor. Diese mache die Zeit nach dem Sterben eines Angehörigen nicht leichter, aber der Glaube gibt Hilfe die ungewisse Zukunft zu gestalten und das Leben erhält eine neue Qualität. Jeder müsse sich über die Möglichkeiten des Glaubens im Angesicht von Leid und Tod bewusst werden. Das Sterben Jesu stärke die Hoffnung über den Tod hinaus. Die Botschaft vom Kreuz wird dadurch ein Anstoß für die Hoffnung. Kirchengemeinderatsvorsitzende Helga Hemler dankte zum Schluß des Gottesdienstes der Bezirkskantorei für würdige musikalische Umrahmung des Kantate-Gottesdienstes. |