Partnerschaftsbesuch der evang. Kirchengemeinde in Lindenberg / Brandenburg vom 11.-13. Juli 2008
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Vor Jahrzehnten bestanden zwischen protestantischen Gemeinden im Westen und Osten Deutschlands Patenschaften, die dazu dienen sollten, daß menschliche Kontakte nicht durch die Mauer unterbunden werden, aber auch um die unter Druck stehenden Kirchengemeinden in der ehemaligen DDR materiell zu versorgen.
Unter Pfr. Dr. E. Wölfle und wohl vor allem auch durch das bleibende Engagement von Ruth Wolter in Rheinbischofsheim kam eine Patenschaft zwischen Lindenberg in Brandenburg und Rheinbischofsheim zustande. |
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Nach dem Fall der Mauer war gegenseitigen Besuchen die Tür geöffnet. Im Jahr 1999 hatte eine letzte Begegnung in Rheinbischofsheim stattgefunden, zu der mehr als 40 Personen aus Lindenberg angereist kamen, die bei ortsansässigen Familien untergebracht waren.
Nach der neuen Pfarrstellenbsetzung durch Pfr. Volker Kubach im September 2006 war erneut der Wunsch entstanden, Kontakt mit der Partnergemeinde in Brandenburg aufzunehmen. So machte sich eine Delegation aus Mitgliedern des Kirchengemeinderates gemeinsam mit Pfr. V. Kubach und einer Konfirmandin auf den Weg. |
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| Aufgrund der nur knappen Zeit eines Wochenendes flog man mit dem Flugzeug nach Berlin, wo man vom Lindenberger Pfr. Ralf Wenzel und einer dortigen Gemeindekirchenrätin mit großem Auto abgeholt wurde. |
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| Am ersten Abend kam man im Berliner Viertel Prenzlauer Berg zusammen, wo beim Kneipenbesuch und guten Essen ein erster guter Kontakt entstand. |
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| Der Samstag stand zunächst für ein gemeinsames Erschließen der alten Birkholzer Kirche und nach einem Gemeindeessen im Pfarrgarten in Lindenberg für einen langen Spaziergang durch die Großstadt Berlin zur Verfügung, einschließlich einer Spreefahrt unter anderem auch durch das Regierungsviertel. Der Kirchenbesuch in Birkholz bewegte die Rheinbischofsheimer Gäste tief: wegen eines VEG-Bauprojektes hatte man den Kirchturm gesprengt, wobei das ganze Kirchendach zertrümmert und die Kirche damit zunächst zur Ruine gemacht wurde. Vermutlich war Absicht dahinter gestanden. Mit enormem Mut war man schließlich heran gegangen, um zu retten, was zu retten war. Die Kirche hat heute keinen Kirchturm mehr, aber das offene Kirchenschiff ist überdacht, so daß man den Himmel über sich sieht und die erschütternde Geschichte der Kirche, die den Menschen einst auch als Flieh- und Schutzkirche gedient hatte, vor Augen hat. |
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| Am Samstagabend fand man sich wieder im Pfarrgarten in Lindenberg zum Grillfest zusammen, wo man mit weiteren dortigen Gemeindegliedern in vertieftes Gespräch kam. |
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| Am Sonntagmorgen läuteten die sanften Glocken der alten Lindenberger Kirche zum Gottesdienst. Pfarrer V. Kubach hatte die Predigt übernommen und trug in Thesenform seine Ideen und Hoffnungen zu Kirche und Kirchenpartnerschaft vor. Beim gemeinsamen Abendmahl war viel von der erlebten und einander geschenkten Gemeinschaft zu spüren. Nach dem Gottesdienst toppte Pfr. Wenzel die bisherige Kirchenführung in Birkholz mit seinen lebendigen Ausführungen zu den Kirchen in Lindenberg und Schwanebeck, bei der zugleich viel zu erfahren war von heutiger gesellschaftlicher Situation in und um Berlin, die ja auch für christliche Gemeinden von belang ist. |
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Bei einem abschließenden Kaffee am Sonntagnachmittag kam man in einer Schlussrunde zu gehabten Reiseeindrücken und zum Ausstausch über die gegenseitige Wahrnehmung. Man fühlte die Partnerschaft bestärkt und bekräftigt und wünscht sich eine baldige Fortsetzung.
Als Wunsch bestehen gemeinsame Arbeitstreffen und ein baldiges Treffen im Raum Wittenberg und Eisenach, um dort etwa in der Hälfte der weiten Entfernung zueinander gemeinsam die lutherischen Gedenkstätten zu besuchen und miteinander zu erschließen. Wir sind dankbar und glücklich über diese lebendige Zusammenkunft, die jetzt stattgefunden hat. |
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