Frau Hegar

Unsere kirchliche Sozialstation Kehl-Hanauerland bei uns zu Besuch
Vortrag von Vorstandsmitglied Doris Hegar am 22. April 2008 im Gemeindehaus Rheinbischofsheim.Vor einem voll besetzten Raum sprach Doris Hegar (im gut alemannischen Dialekt und doch gut verständlich!) über die Arbeit der kirchlichen Sozialstation. Als die ökumenische Sozialstation 1973 gegründet wurde, hatte man 12-15 Mitarbeiter; heute sind es schon 65 festangestellte Mitarbeiter was etwas von der notwendigen und vielseitigen Arbeit der Sozialstation zeigt.
Am 29. Juni 2008 kann in Kehl das 35 jährige Bestehen mit einem Festgottesdienst und mit einem Tag der offenen Tür begangen werden.
Das Einzugsgebiet ist groß orientiert am ehemaligen Landkreis Kehl und am Hanauerland. Viele neue Dienste sind im Lauf der Jahrzehnte entstanden: Alten- und Krankenpflege, Hauswirtschaftliche Hilfe, Familie- und Dorfhilfe, Essen auf Rädern, Pflegeberatung, Schulungsangebote (etwa für Angehörige von Demenzerkrankten) und vieles andere mehr.
Frau Hegar berichtete auch von Entwicklungen bei der Pflegeversicherung und von manchen Schwierigkeiten und wohin man sich dann wenden könne.Viele Anwesende konnten sich mit Fragen und mit eigenen Erfahrungen den spannend erzählten Ausführungen der Referentin folgen.
Als Pfarrer Kubach nach zwei Stunden das Zusammensein beendete, hatte man den Eindruck, daß noch keine ganze Stunde verstrichen sei und man ging mit dem guten Gefühl viel Wissenswertes auf den Weg bekommen zu haben, nach Hause. Allgemein wurde bestätigt, daß nur wenig über die erwähnten Zusammenhänge bekannt sei und wie wichtig es sei, einen solchen Kontakt, wie es dieser Abend ermöglicht habe, bei anderen Gelegenheiten in der Gemeinde fortzusetzen.

 


Frau Rub
Pfarrer Kubach trug den Bericht des Kirchengemeinderates für die versammelten Mitglieder und die anderen Anwesenden vor:
Bei der Kirchlichen Sozialstation sind alle evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Mitglieder. Diese Mitglieder zahlen ihren Beitrag in Form des sog. Abmangels, das macht 45% des Gesamtbetrags aus. Die politischen Gemeinden gewähren einen Zuschuss von 55%.
Der Krankenpflegefonds ist also Teil der Evang. Kirchengemeinde Rheinbischofsheim und hatte im Berichtssjahr 2007: 188 Mitglieder. Das sind 13 weniger als im Jahr zuvor.
Es folgten dann die Personalia und es wurde der Verstorbenen gedacht.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt im Jahr 15 Euro, der von Frau Rub bei vielen noch persönlich abgeholt wird. Teilweise bestehen auch Einzugsermächtigungen. Pfarrer Kubach dankte der anwesenden Frau Rub für ihren guten und unermüdlichen Einsatz zugunsten des Krankenpflegefonds der Gemeinde.
Im vergangenen Jahr 2007 wurden als Mitgliedsbeitrag der Gemeinde an die Sozialstation 2.820,00.- Euro an das Evang. Verwaltungs- und Serviceamt Kehl überwiesen.
Die Kirchengemeinde Rheinbischofsheim übernimmt die Investitionskosten für die Mitglieder im Krankenpflegefonds. Investitionskosten sind die Kosten, die entstehen, noch bevor ein Besuch stattfinden kann etwa die Wegekosten. Das sind pro Hausbesuch der Krankenschwester inzwischen 95 Cent: Der Gesamtbetrag im vergangenen Jahr 2007 betrug 1869,60 Euro. Davon übernahm der Frauen- und Krankenpflegeverein Holzhausen die Kosten für ihre zu pflegenden Mitglieder in Höhe von ca. 400 Euro.
Aktuell werden 7 pflegebedürftige Menschen in Rheinbischofsheim, Hausgereut und Holzhausen durch die Krankenschwestern der kirchlichen Sozialstation Kehl betreut.