Bericht des Kirchengemeinderates 2017

Seit der letzen Gemeindeversammlung fanden wieder viele Kirchengemeinderats und Quarta Sitzungen statt. Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick geben, was uns beschäftigte, bewegte und welche Entscheidungen getroffen wurden.
In der letzten Gemeindeversammlung im vergangenen Jahr gab es keinen Bericht des Kirchengemeinderates, da die Visitationskommission die Zielvereinbarungen für unsere Gemeinde vorgestellt hat. Zu unserem Bedauern hat Ende letzen Jahres Frau Renate Elsensohn den Kirchengemeinderat auf eigenen Wunsch verlassen. Wir suchen, nun zur Halbzeit der Amtsperiode,  interessierte Kirchengemeindeglieder, die diese Lücke füllen und uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten.

Ein Thema das uns seit einigen Jahren nun beschäftigt ist die Zukunft unserer Gebäude und Gemeinderäume. Um eine qualifiziert Bestandsaufnahme unserer kirchlichen Gebäude zu erhalten, wurde mit Unterstützung durch die Landeskirche eine Gebäudestrukturanalyse von ProKiBa (Gesellschaft für kirchliche Bauten) erstellt. Die daraus resultierende Machbarkeitsstudie wurde mit uns von jeweils zwei Vertretern der Landeskirche (Bau- / Finanzreferat) , Verwaltungs- und Serviceamt Kehl und der Evangelischen Pflege Schönau besprochen. Als Ergebnis der teilweise kontroversen Diskussionen ergab sich, dass unser Gemeindehaus in seiner jetzigen Form nicht zukunftsfähig ist und mittelfristig eine Lösung gefunden werden muss. Einerseits wurden wir gelobt, dass wir unsere Pflichtrücklagen seit dem Haushalt 2014 erfüllt haben, aber durch die fehlenden Zahlungen aus den zurückliegenden Jahrzehnten eine Finanzierungslücke entstanden ist die unseren Spielraum erheblich einschränkt. Die Idee eines Neubaus ist somit nicht realisierbar da die Kirchengemeinde hierfür ca. 200T€ in Eigenmitteln aufbringen müsste. Die dringend notwendige Fassadensanierung der Kirche in Rheinbischofsheim, sichtbar am Moosbewuchs z.B. am Turm, wird uns mit einem ähnlichen Betrag belasten und wir können nicht von unseren Gemeindemitgliedern erwarten in kurzer Zeit für zwei Großprojekte Geld zu spenden. Da auch die Orgel in Rheinbischofsheim uns Kummer bereitet und wir den kommenden Generationen nicht einen riesigen Schuldenberg hinterlassen möchten, müssen wir Prioritäten setzen auch, wenn diese manchmal unpopulär sind.
Mit diesem Wissen im Hintergrund kämpfen wir sehr um eine zufriedenstellende und zukunftsfähige Lösung für die Gemeinderäume. Im weiteren Verlauf der Gemeindeversammlung wird das noch einmal thematisiert werden, da möchten wir gerne Ihre Meinung zum Thema Gemeinderäume hören.

Eine erfreuliche Nachricht ist sicherlich, dass wir mit unseren Gemeindefinanzen auf einem Guten Weg sind und seit 2013 unser Haushalt mit positivem Ergebnis abgeschlossen wird. Einen wesentlichen Teil der Kosteneinsparung konnte durch ehrenamtliche Leistungen erbracht werden. In diesem Zusammenhang möchten wir besonders Norbert Hurst, Marlies Bliss und Renate Kimmer-Hurst für den Kirchendienerdienst und Frau Diana Grab für die Pflege der Pfarramtsräumlichkeiten danken; sie alle verzichten zu Gunsten der Gemeindefinanzen auf Lohn, der ihnen zustehen würde.
Im Januar hat Frau Helga Hemler die Pfarramtskasse geprüft, die seit Juni 2015 von Pfarrer Grab geführt wird. Bestand und Soll sowohl von Barkasse als auch vom Girokonto stimmen auf den Cent genau überein, die Kassenführung ist transparent, widerspruchsfrei und vollständig.
Unabhängig vom Haushalt können wir aus unerwarteter Quelle eine zusätzliche einmalige Einnahme generieren. Im Baugebiet „Quan“ kann, nach Auflösung der Messnerei und Gemeindepfründe, ein Grundstück mit 4 Bauplätzen verkauft werden. Die Verhandlungen sind noch im Gange.
Anfang 2016 wurde der neue Altarteppich in der Thomaskapelle in Holzhausen verlegt, im weiteren Verlauf des Jahres wurde am Pfarrhaus der Holzbalkon saniert, da ein Balken verfault war. Der große Saal im Gemeindehaus wurde einer Grundreinigung unterzogen und in diesem Zuge die Decke gestrichen und die Beleuchtung erneuert, wir danken allen Helfern und Helferinnen dafür.

Der Jugendsingkreis wurde auf Wunsch von Frau Marianne Welsche zum 31. Januar 2016 aufgelöst.
Der Kirchengemeinderat bemühte sich um die Fortführung der musikalischen Kinderarbeit und konnte mit Frau Heike Vornehm eine qualifizierte und engagierte Leiterin finden. Sie konnten beim Weihnachtsmusical des Kinderchores im Dezember sich selbst ein Bild vom positiven Wirken machen.
Unsere Konfirmandenarbeit hat sich auch in den letzten 2 Jahren verändert. Da die Gruppen kleiner werden ist eine externe Konfirmandenfreizeit nicht finanzierbar. Mit Tagesprojekten und ähnlichen Veranstaltungen wurde dafür Ersatz geschaffen. Durch die aktive Beteiligung der Konfirmanden an Gottesdiensten im laufenden Jahr, wurde bereits vor zwei Jahren der sogenannte ‚Prüfungsgottesdienst‘ abgeschafft.
Die kleine Konfirmandengruppen stellen uns jedes Jahr an Erntedank vor ein Problem, vielleicht haben Sie einen Vorschlag oder eine Lösung für das Einsammeln der Erntedankgaben.
Erfreulich ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Pfarrer Grab und dem Kindergarten, diverse Workshops unter der Leitung von Pfarrer Grab sind das sichtbare Ergebnis der guten Zusammenarbeit. Unser Kindergarten wird als Teil der Kirchengemeinde wahrgenommen, was sich auch in den Familiengottesdiensten mit dem Kindergarten wiederspiegelt. Indirekt haben wir durch die erfolgreichen Familiengottesdienste, die stärkere Einbindung junger Familien in das Gemeindeleben, auf einen guten Weg gebracht. Dies ist eine unserer Gemeindebaustellen die wir vor einigen Jahren erarbeitet haben. Auch andere Gottesdienstformen, z.B. der 3-Kirchengottesdienst oder der vor kurzem stattgefundene Katharinen-Gottesdienst,  finden guten Zuspruch in der Gemeinde. 

Eine der Zielvereinbarungen der Visitation von 2016, ist die stärkere regionale Zusammenarbeit mit den umliegenden Kirchengemeinden. Im letzten Jahr beteiligten wir uns mit den anderen Gemeinden an  einer Zukunftswerkstatt – nördliches Hanauerland. Im Januar wurden die umrissenen Ziele vorgestellt, und der Kirchengemeinderat hat sich für folgende Themen entschieden :

Predigtreihe,      Jugendgottesdienste,       Mittelpunktsgottesdienste,      Kasualien,       neues Konzept für Finanzen,      Zukunft des Gottesdienstes

Die Realisierung dieser Ziele wird eines der Themen der nächsten Quarta Sitzungen des Kirchengemeinderats sein.
Erstes gemeinsames Projekt des Regionalverbundes ist die gemeinsame Durchführung des Lutherjahres mit wechselnden Veranstaltungen und –orten, näheres hierzu können Sie dem Flyer, der in Eingang der Kirche ausliegt, entnehmen.
Die vergangenen anderthalb Jahre wurden leider überschattet durch die Krankheit von Pfarrer Martin Grab.  Hinzu kamen auch noch die diversen Gerüchte und Anfeindungen gegen ihn und seine Familie. Wir möchten Pfarrer Grab in diesem Rahmen für die unbeirrte Fortführung seiner guten theologischen Arbeit danken und freuen uns schon auf neue Ideen und Inspirationen von Ihm.

Helga Hemler (Vorsitzende), Oliver Smith Kirchengemeinderat Rheinbischofsheim

Zeitungsbericht zur Gemeindeversammlung 2017