Sanierungsfrage stand 2018 im Mittelpunkt

Rheinbischofsheimer Kirchengemeinde zieht Bilanz

Rheinau-Rheinbischofs­heim (asc). Die evangelische Kirchengemeinde Rheinbi­schofsheim zog am Sonntag im Gemeindehaus nach dem Gottesdienst eine Bilanz für das zurückliegende Jahr.

Pfarrer Martin Grab erläuter­te, dass man das sanierungs­bedürftige Gemeindehaus in den Förderkreis überführe, und damit aus dem Hoheits­gebiet der evangelischen Lan­deskirche Badens als Sorgen­kind heraus genommen habe (wir berichteten). Das Ge­meindehaus wäre ansonsten dem Rotstift der Landeskir­che zum Opfer gefallen.

Bewusste Entscheidung

Das Sanierungsvolumen für die Kirche belaufe nach Auskunft des Evangelischen Oberkirchenrates in Karls­ruhe auf 140000 Euro. Damit wolle man jedoch nicht die nachfolgenden Generationen belasten. Grab und Edith Vo­gel hatten daher das Sanie­rungspapier in Karlsruhe nicht unterzeichnet. Das bis­herige Spendenaufkommen von 12000 Euro reiche natür­lich bei weitem noch nicht aus für eine Sanierung. Mit Spen­den allein sei das nicht zu be­werkstelligen, so Grab.

Laut Landeskirche dürfe auch der Jugendraum über dem Gemeindehaus nicht mehr benutzt werden; er sei nicht mehr begehbar. Das Pfarrhaus sei mit das Schöns­te der Evangelischen Landes­kirche; man habe hier auf ei­ne Pelletheizung umgestellt.

Anschließend berichte­te die Kirchengemeinderats­vorsitzende Helga Hemler von der Arbeit dieses Gremi­ums, das im Vorjahr zu zwölf Sitzungen getroffen habe.

Der Kindergottesdienst mit 15 bis 20 Kindern unter dem Leitungsteam von Michaela Schaible, Katja Fien, Jonas Grab und Birgit Schneider sei neu gestartet. Zwar wurde kein Förderverein zur Erhal­tung des Gemeindehauses ins Leben gerufen, wohl aber ha­be man einen Förderkreis mit den Ansprechpartnern Orts­vorsteher Robert Reifschnei­der, Rolf Karl und Ernst Bliss geschaffen.

Wie Pfarrer Martin Grab abschließend mitteilte, benö­tige man für die Kirchenge­meinderatswahlen im Dezem­ber noch viele Kandidaten.

Quelle: Acher-Rench Zeitung, 12.März 2019