Liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Erwachsene,

wir haben gerade wunderschöne Bilder der Geschichte vom „Schuster Martin“ gesehen.

Das ist eine richtig gute Advents-Geschichte. Nicht nur, weil sie im Advent spielt, sondern

weil der arme Schuster den gleichen Wunsch hat wie wir: dass wir etwas spüren davon, dass Jesus zu uns kommt: in unser Leben, in unseren Alltag, in unser Herz. Und da, wo er gar nicht damit rechnet, da begegnet ihm Jesus: nicht als mächtiger himmlischer König, sondern in Menschen, die hilfsbedürftig geworden sind. Als der Schuster erkennt, dass ausgerechnet auch in seinem Leben Jesus in die Welt kommt, da ist es nicht mehr nur Advent, sondern Weihnachten geworden in seinem Leben.

Viele von uns fragen sich oft, ob es Gott überhaupt gibt. „Ich sehe ihn nicht, ich spüre ihn nicht“, sagen wir. Aber vielleicht ist Jesus uns schon begegnet: ein einer dementen alten Frau vielleicht; in einem Mädchen, das in der Schule nicht mehr mitkommt; in einem Mann, der an seinem Arbeitsplatz gemobbt wird; oder in einem Jungen, mit dem niemand etwas zu tun haben will.

Jesus hat viele Gesichter, in denen er uns auch heute noch begegnet. Und es gilt für diese Begegnungen, was er damals gesagt hat: „Alles, was ihr für einen meiner geringsten Mitmenschen getan habt, das habt ihr mir getan.“

So lasst uns unsere Augen und Ohren und Herzen weit offen halten – vielleicht begegnet Jesus uns sogar heute schon.

Amen.