ES WAR EINMAL EIN KIND …

…das geboren, also auf die Welt kommen sollte.

Da sagte es zu Gott seinem Schöpfer: „Sie sagen alle zu mir, 

dass „DU“ guter Gott mich auf die Erde in den Alltag des Lebens schicken willst, aber wie soll ich dort leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?“ Gott antwortete: „Von all den vielen Engeln die ich habe, suche ich welche für dich aus. Deine Engel wird dich ständig begleiten, umsorgen und beschützen.“

Das Kind erkundigte sich weiter: „Aber sag mir doch warum ich auf die Erde soll, hier im Himmel brauche ich nichts zu tun, außer singen und lachen, und fröhlich zu sein“. Gott gab ihm die Antwort und sagte: „Deine Engel werden für dich singen und auch für dich lachen, jeden Tag und glaube mir wenn du ihre Stimmen hörst und ihre  Nähe spürst wirst du auch lachen und fröhlich sein. Du wirst die Liebe deiner Engel fühlen und aus tiefstem Herzen sehr glücklich sein“.

Wieder fragte das Kind: „Und wie werde ich in der Lage sein die Leute um mich herum zu verstehen wenn ich ihre Sprache nicht kenne?“ Gott sagte: „Deine Engel werden dir die schönsten Worte sagen, die du jemals hören wirst, und mit viel Ruhe und Geduld werden deine Engel dich lehren zu sprechen.“

„Und was muss ich tun lieber Gott, wenn ich mit dir reden möchte?“ Gott sagte: „Deine Engel werden dir deine Hände ineinander legen und dich lehren zu beten.“

„Guter Gott, ich habe gehört, dass es auf Erden auch böse, ja sehr böse Menschen gibt. Wer wird mich dann dort vor diesen beschützen?“ Gott sagte: „Mein liebes Kind deine Engel werden dich verteidigen, auch wenn sie dabei ihr eigenes Leben riskieren oder es gar für dich hergeben müssten.“

„Lieber Gott, Aber ich werde dann immer sehr traurig sein, weil ich Dich niemals wieder sehen werde.“ Gott sagte: „Deine Engel werden mit dir über mich sprechen und dir den Weg zeigen, auf dem du immer wieder zu mir zurückkommen kannst, immer, wenn du es möchtest. Ich verspreche dir, immer ganz gewiss in deiner Nähe zu sein.“

In diesem Moment herrschte sehr viel Ruhe im Himmel und alle Engel waren ganz still geworden, da konnte man schon die Stimmen von der Erde hören.

Das Kind fragte noch ganz schnell: „Lieber Gott, bevor ich dich jetzt verlasse bitte sage mir noch den Namen meiner Engel.“ Gott rief dem Kind noch zu: „Der Name ist nicht so wichtig. Du wirst deine Engel einfach Mama oder Papa nennen. Oder Oma und Opa, aber auch Tante und Onkel.“

 

Liebe Tauffamilie, liebe Eltern,

diese wunderbare Geschichte, die die Paten uns da vorgelesen haben, steht nicht in der Bibel, aber Jesus hätte bestimmt gesagt: „Ja, so ist das!“

Liebe Eltern und Großeltern, Onkel, Tanten und Paten von Eleni, diese Geschichte zeigt euch, wie ihr Eleni als ihre Engel begleiten dürft. Und da viele von uns anderen auch Eltern oder Großeltern oder Paten sind, oder auch ältere Geschwister, gilt diese Geschichte uns allen: Wir sollen und wir dürfen Engel der Kinder sein, die Gott uns anvertraut.

Als Engel der Kinder dürfen wir ihr Schutzengel sein, wenn wir sie vor Bösem bewahren; wir dürfen manchmal auch ihr Trost-Engel sein, wenn sie traurig sind; und schließlich dürfen wir Kindern von Jesus erzählen und ihnen die frohe Botschaft weitersagen. Und gerade jetzt, am Osterfest, stehen wir damit in einer Reihe mit dem Engel, der damals den Jüngerinnen gesagt hat: „Fürchtet euch nicht – Jesus ist auferstanden!“

„Fürchte dich nicht! - Hab keine Angst!“ Wohl die wichtigste Botschaft, die ein Kind hören sollte.

Ein kleines Kind etwa,

  • wenn es aufwacht und Angst hat,
  • wenn es sich von anderen Kindern bedroht fühlt.

Ein älteres Kind

  • wenn es sich in der Schule nichts mehr zutraut,
  • wenn es in seiner Klasse gemobbt wird
  • wenn Angst vor der Zukunft hat
  • wenn es mit sich selbst nicht mehr klarkommt

Wie gut tun jedem Kind und Jugendlichen Menschen, die ihm sagen: „Du musst keine Angst haben.“

Und einmal ganz ehrlich: Sind wir Erwachsenen da so anders? Auch wir haben Ängste, behalten die aber meist für uns; auch wir sind manchmal unsicher, zeigen das aber natürlich nicht; auch wir sehnen uns manchmal nach der Hand, die die unsere hält, wollen uns aber nicht als Schwächlinge präsentieren.

Auch uns Erwachsenen tun Menschen gut, denen wir vertrauen können und die uns sagen: „Du musst keine Angst haben.“

Hier schließt sich wieder der Kreis zum Osterfest. „Fürchtet euch nicht!“ hat der Engel gesagt. Lasst uns das mitnehmen aus diesem Gottesdienst, lasst es uns mit hinübernehmen in unseren Alltag: Was auch immer kommt – wir müssen keine Angst haben, denn der Auferstandene hat allen dunklen Mächten und all unseren Ängsten die Macht genommen, ein für alle Mal. So lasst uns zuversichtlich in unseren Alltag gehen – ohne Angst, geborgen in der Liebe, gestärkt von Jesus, dem Licht der Welt. Amen.