Das evangelische Gemeindehaus in Rheinbischofsheim wurde im Jahre 1964 eingeweiht und dient seit dem als Heim für die Angebote unserer Kirchengemeinde.  

  Das Gemeindehaus in Rheinbischofsheim, Blick auf den Eingang.

Mehr als 50 Bürger fanden den Tod im Kirchturm

An der Stelle, wo sich heute der mächtige Turm der evangelischen Kirche in Rheinbischofsheim in den Himmel erhebt, ereignete sich einer der wohl schwärzesten und grauenhaftesten Tage in der Geschichte des Ortes. Am 4. März 1429 fanden im Verlauf des zweiten Bischofskrieges zwischen Straßburg und dem nachbarschaftlichen Adel im Kirchturm der vermutlich ersten Kirche 50 bis 60 Männer den Feuertod.


Kurzgeschichte der Evang. Kirche Rheinbischofsheim

1371              Erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Rheinbischofsheim
1429              Kirche in Rheinbischofsheim im Bischofskrieg zerstört
1484              Als Schutzpatrone sind Johannes der Täufer und St. Adelphus, Bischof von Metz (4.Jh.) benannt

1642              Im 30. jährigen Krieg wird die Kirche wieder zerstört
1654              Neubau der Kirche; Einweihung am 13.4.1656 mit Worten des Weihegebetes: 

Ein Auszug aus der Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Rheinbischofsheim

Im Text befinden sich einige Verweise auf weitere Informationen zu diesem Abschnitt diese sind mit einem Pfeil --> markiert. 
 

Unsere Kirchen vor der Reformation:

Aus: Geschichte des badischen Hanauerlandes unter Berücksichtigung Kehls, Dr. J. Beinert, Kehl 1909 S. 114f:
„Die Kirche zu Rheinbischofsheim hatte zu Schutzpatronen Johannes den Täufer und den Bischof Adelphus .

Von ihr haben wir erst 1429 eine Nachricht, als sie von den Straßburgern belagert und verbrannt wurde.   

1464 wird ein Pfarrektor angeführt. Zwanzig Jahre später, 1484, verkauft Nikolaus Lang an die Kirche von Bischofsheim Gülten und Zinsen auf Güter im Bischofsheimer Bann, ferner bei Quergen einen „acker ziehet uff die werehagk und uff den Jungen Muckenschopff nebent dem alten Muckenschopff.“

 

Einer der Geistlichen hatte in den unruhigen Zeiten Ludemanns IV. ein schlimmes Erlebnis. Die Stadt Straßburg ließ 1432 den „Ertzpriester“ von Bischofsheim gefangen nehmen und wegführen. Der Bischof Wilhelm von Diest befahl in einem Schreiben, denselben wieder ledig zu geben, da er „unredlich“ gefangen und ein Priester überhaupt nicht „pfantbar“ wäre. Möglicherweise handelte es sich um den alten Streit wegen des Holzzehnten.

1489 führte eben ein solcher Streit zu bedenklichen Folgen. Ein Dr. Thomas Wolf hatte die Pfarrpfründe erworben und forderte den Zehnten vom Hof. Als er ihn nicht bekam, erwirkte er den Bannspruch über Rheinbischofsheim und stellte alle gottesdienstlichen Verrichtungen ein. Als die Grafen Philipp von Hanau und Symon Wecker das Domkapitel baten, den Geistlichen zu bewegen, daß er die armen Leute „ausser Bann schaffe“, weigerte er sich trotzdem. Die Pfründe schien reichlich gewesen zu sein.

Die Orgel wurde 1960 von der Firma Mann gebaut. 
Sie besitzt 2 Manuale und 22 Register und ist eine elektronische Kegellade. 

 

           

Die Orgelpfeifen  und ein Ein-Blick in das Innere der Orgel